...

Konzeption

Wir unter­stützen Sie, wenn Ihre Weit­er­bil­dungsvorhaben durch­dacht sein sollen. Wenn Sie wis­sen möcht­en, ob eine Maß­nahme zu den Men­schen passt, die sie durch­laufen. Und wenn Sie sich­er­stellen wollen, dass das, was an zwei Sem­i­narta­gen geschieht, auch in den Wochen danach im All­t­ag ankommt.
Die Konzep­tion von Sem­i­naren macht den Unter­schied nicht. Die Art, wie wir Konzepte entwick­eln, schon. Wir fra­gen nicht nur, was ver­mit­telt wer­den soll. Wir fra­gen, was sich im All­t­ag der Teil­nehmenden ändern muss — und wie die Bedin­gun­gen dafür ausse­hen kön­nen.

Warum die Konzeption von Seminaren den Unterschied macht

Viele Unternehmen erleben das­selbe Muster: Ein Sem­i­nar läuft gut, die Rück­mel­dun­gen sind pos­i­tiv, drei Monate später ist wenig geblieben. Das liegt sel­ten an den Inhal­ten. Es liegt daran, dass das Sem­i­nar als Einzel­maß­nahme geplant wurde — nicht als Teil eines Prozess­es, der im All­t­ag wirken soll.

Wir konzip­ieren anders. Wir betra­cht­en die Aus­gangssi­t­u­a­tion, ver­ste­hen die Ziel­gruppe und arbeit­en eine Struk­tur aus, die Men­schen im Miteinan­der weit­er­bringt. Was dabei entste­ht, ist kein Stan­dard-Konzept, das wir auf jede Anfrage leg­en. Es ist eine Antwort auf die Frage: Was brauchen diese Men­schen, in dieser Organ­i­sa­tion, in dieser Sit­u­a­tion?

Die Her­aus­forderung dabei liegt nicht in der Meth­o­d­e­nauswahl. Sie liegt darin, drei Per­spek­tiv­en zusam­men­zubrin­gen: Was will der Auf­tragge­ber erre­ichen? Was brin­gen die Teil­nehmenden an Erfahrung mit? Und welche Rah­menbe­din­gun­gen beste­hen im All­t­ag, in den das Gel­ernte zurück­kehren soll?

Schritt 1: Ziele und Rahmenbedingungen klären

Am Anfang ste­hen wir gemein­sam vor ein­er klaren Frage: Was soll sich ändern? Wir prüfen gemein­sam mit Ihnen: Was ist Ihr Ziel? Welche Rah­menbe­din­gun­gen beste­hen? Wie ist die Aus­gangslage der Teil­nehmenden? Was hat sich bewährt, was nicht? Wir ermit­teln in diesem Gespräch den Bedarf — nicht im Sinn ein­er the­o­retis­chen Anforderung, son­dern als konkrete Frage nach dem, was im All­t­ag anders laufen soll.

Schritt 2: Einblicke in die Gesprächsgrundlage

Wir entwick­eln Konzepte nicht aus ein­er Dis­tanz her­aus. Wir wollen ver­ste­hen, wie die Men­schen arbeit­en, für die ein Sem­i­nar gedacht ist. Wenn möglich, führen wir Gespräche mit Teil­nehmenden oder beobacht­en Arbeitsabläufe. Das braucht Zeit, liefert aber ein Bild, das keine Stel­lenbeschrei­bung leis­ten kann: Was beschäftigt diese Gruppe? Wo liegen die Span­nungs­felder? Was braucht Raum zum Aus­pro­bieren?

Diese Ein­blicke sind kein Meth­o­d­en­werkzeug. Sie sind eine Form fach­lich­er Sorgfalt. Wer Men­schen entwick­eln will, muss sie ken­nen.

Schritt 3: Feindesign und Verantwortlichkeiten

Auf Basis dieser Erken­nt­nisse entste­ht das eigentliche Konzept. Wir leg­en fest, wie die Maß­nahme aufge­baut ist. Welche The­men wann Raum bekom­men. Welche Meth­o­d­en einge­set­zt wer­den. Was im Plenum geschieht, was in Kle­in­grup­pen. Und — nicht zulet­zt — wer im Ver­lauf des Prozess­es wofür Ver­ant­wor­tung trägt.

Ein gutes Konzept sagt nicht nur, was geschehen soll. Es sagt auch, warum. Und es stellt sich­er, dass Train­er, Auf­tragge­ber und Teil­nehmende eine gemein­same Vorstel­lung davon haben, was passieren wird.

Schritt 4: Praxis-Test der Trainer (optional)

Manche Konzepte sind zu kom­plex, um sie nur auf dem Papi­er zu prüfen. In solchen Fällen bieten wir an, dass Train­er zen­trale Übun­gen oder kri­tis­che Gesprächssi­t­u­a­tio­nen vor­ab aus­pro­bieren — nicht im Sem­i­nar­raum, son­dern in ein­er kleineren Sim­u­la­tion. Das klingt aufwendig. Ist es auch. Aber es schützt vor Über­raschun­gen im Ern­st­fall und gibt allen Beteiligten Sicher­heit, dass das Konzept nicht nur the­o­retisch funk­tion­iert.

Was eine gute Konzeption ausmacht

Eine Konzep­tion ist dann gut, wenn sie tragfähig und ver­ständlich ist. Wenn alle Beteiligten wis­sen, was passieren wird, warum es passiert und was sie davon erwarten kön­nen.

Warum gute Konzepte nachhaltig wirken

Eine gute Konzep­tion endet nicht am let­zten Tag eines Sem­i­nars. Sie denkt von Anfang an mit, was danach passiert. Was brauchen die Teil­nehmenden, um das Gel­ernte in ihren All­t­ag zu über­set­zen? Wann gibt es Gele­gen­heit, Erfahrun­gen auszu­tauschen? Wer begleit­et den Prozess weit­er?

Die Frage ist nicht, ob ein Sem­i­nar zwei Tage dauert oder drei. Die Frage ist, ob die Bedin­gun­gen stim­men, damit das, was dort begonnen wurde, weit­er­wirken kann. Trans­fer geschieht nicht von selb­st. Er braucht Pla­nung. Und er braucht eine Konzep­tion, die ihn von Anfang an ein­bezieht.

Nicht jede Weit­er­bil­dung braucht eine aufwendi­ge Konzep­tion. Manche The­men sind klar umris­sen, manche Ziel­grup­pen sind ver­traut. Aber dort, wo Entwick­lung wirk­lich verän­dert, wo Men­schen an Her­aus­forderun­gen arbeit­en, die ihre Arbeit prä­gen — da entschei­det die Qual­ität der Konzep­tion darüber, ob zwei Sem­i­nartage eine angenehme Unter­brechung bleiben oder der Beginn von etwas sind, das wirkt.

Beispiele aus unserer Konzeptionsarbeit

Aufgabe: “Willkommenskultur gestalten”

Ein Unternehmen wollte seine Ein­führungsver­anstal­tung für neue Mitar­bei­t­ende grundle­gend über­ar­beit­en. Das Design für die Ver­anstal­tung selb­st hat­te die Per­son­alen­twick­lung bere­its erstellt. Was fehlte, war ein Konzept für die Vor­bere­itung der inter­nen Ref­er­entin­nen und Ref­er­enten – Führungskräfte, Fachaus­bildende und Mitar­bei­t­ende ver­schieden­er Abteilun­gen, die kün­ftig Teile der Ver­anstal­tung übernehmen soll­ten.

Gemein­sam mit den Weit­er­bil­dungsspezial­is­ten des Unternehmens haben wir Meth­o­d­en und Übun­gen zusam­mengestellt, mit denen das neue Ver­anstal­tungs­de­sign ziel­gerichtet umge­set­zt wer­den kann. Der Leit­faden für interne Dozentin­nen und Dozen­ten ermöglichte es der Per­son­alen­twick­lung anschließend, die Kol­legin­nen und Kol­le­gen eigen­ständig auf ihre Rolle vorzu­bere­it­en.

Aufgabe: “Führungskräfte intern weiterbilden”

Die Per­son­alen­twick­lung eines anderen Unternehmens hat­te unter den Führungskräften eine Umfrage durchge­führt: Welche Führungs­the­men sind rel­e­vant? Welche Mod­elle und Meth­o­d­en wer­den bere­its genutzt? Die Ergeb­nisse waren klar – aber die Frage, wie daraus ein internes Weit­er­bil­dung­spro­gramm wer­den kon­nte, das erfahrene Führungskräfte und Kol­legin­nen der Per­son­alen­twick­lung selb­st durch­führen kön­nen, war offen.

Wir über­nah­men die konzep­tionelle Ausar­beitung: Von der didak­tis­chen Struk­turierung der The­men über die Entwick­lung passender Ver­mit­tlungs­for­mate bis zum fer­ti­gen Ver­anstal­tungsleit­faden. Das Ergeb­nis war ein Pro­gramm, das die Hand­schrift des Unternehmens trägt – entwick­elt mit extern­er Unter­stützung, getra­gen von den eige­nen Men­schen.

Fragen & Antworten

Wann ist eine externe Sem­i­narkonzep­tion sin­nvoll?

Immer dann, wenn Ihr Unternehmen die fach­liche Kom­pe­tenz für die Durch­führung ein­er Weit­er­bil­dungs­maß­nahme hat, aber die konzep­tionelle Vorar­beit mit den eige­nen Ressourcen nicht leis­ten kann. Das bet­rifft häu­fig Sit­u­a­tio­nen, in denen ein Pro­jekt zeitlich drängt, die PE-Abteilung aus­ge­lastet ist oder für abteilungsspez­i­fis­che Ver­anstal­tun­gen intern keine Konzep­tion­ska­paz­ität beste­ht.

Ein Ver­anstal­tungsleit­faden enthält alles, was interne Umset­zende brauchen, um eine Ver­anstal­tung eigen­ständig durchzuführen: Zeitabläufe, method­is­che Anleitun­gen, Übun­gen mit Durch­führung­sh­in­weisen, benötigte Mate­ri­alien und Hin­weise zur Mod­er­a­tion. Ziel ist, dass der Leit­faden Sicher­heit und Ori­en­tierung gibt – ohne die Umset­zen­den in ein star­res Korsett zu zwän­gen.

Ein Stan­dard­sem­i­nar aus einem Kat­a­log deckt ein The­ma all­ge­mein ab. Eine Konzep­tion richtet sich nach den spez­i­fis­chen Zie­len, der Kul­tur und den Men­schen Ihres Unternehmens. Die Inhalte, Meth­o­d­en und Übun­gen wer­den so aus­gewählt, dass sie zu den konkreten Her­aus­forderun­gen Ihrer Teil­nehmenden passen – und dass die Maß­nahme von Ihren eige­nen Fach­leuten umge­set­zt wer­den kann.